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Wenn der Vertrieb kocht…

… dann ist das ein Ereignis. Denn wer täglich Arbeitsabläufe in Produktionsküchen kalkuliert, Angebote macht oder Verträge zur Gemeinschaftsversorgung in Kitas, Pflegeheimen oder Krankenhäusern verhandelt, ist deshalb weder Koch noch Küchenhilfe. Die sonst mehr theoretisch gesehenen Produktionsabläufe in einer RWS-Küche praktisch zu erleben, war Ziel eines Workshops, der Beschäftigte aus dem Vertrieb, dem Innendienst und dem Personalbereich der RWS Cateringservice GmbH in die Produktionsküche Borna führte.

Voller Tatendrang: Praktiker (links im Bild) und Küchenkräfte auf Zeit. (Foto: RWS)

Ausgestattet mit Küchenkleidung sowie in Hygienevorschriften und Arbeitsschutz belehrt, trafen sie sich alle an einem späten Nachmittag im Februar zum Praxistest: Die Leiterin Vertrieb, die Regionalvertriebsleiter, die Leiterin Innendienst, Vertriebsassistentinnen, die Mitarbeiterin Personalbeschaffung und die Sekretärin Leiter Betrieb/Leiter Vertrieb der RWS Cateringservice GmbH. Empfangen wurden die „Theoretiker“ von ihren Kollegen Christdore Grünert, bei RWS zuständig für Projektentwicklung und Einkauf, dem RWS-Bereichsleiter Andreas Diebel, dem Küchenleiter Hendrik Richter und der Köchin und Diätassistentin Sandra Thomann-Hoedt. Die „Praktiker“ hatten alles geplant und den Einsatz bestens vorbereitet.

Zunächst wurde gelost. So konnten Teams für die einzelnen Arbeitsstationen zusammengestellt werden. Mit Kalkulationen für die jeweiligen Komponenten versehen, erhielten die Teams dann Aufgaben und zugehörige Rezepturen zugeteilt. Zu tun war nicht wenig: Kaltverpflegung – Frühstück, Vesper, Abendessen – war zuzubereiten, es wurden Sonderkosten produziert, 470 Rouladen waren zu braten, darüber hinaus Geflügelbällchen, Rotkohl, Kesselgulasch und weitere Mittagsgerichte zu bereiten, außerdem Apfel-Zwiebel-Soße, Soljanka und verschiedene Morgen- und Abendsuppen zu kochen.

Zutaten wurden aus Kühlhäusern und Lagern geholt, die Speisen nach vorgegebener Rezeptur bereitet und anschließend noch kundengerecht nach Wohnbereichen bzw. Stationen portioniert. „Wir haben herbeigetragen, gezählt, gewogen, gemessen, püriert, angebraten, gewendet, gerührt und überhaupt verschiedene Küchentechniken praktiziert. Das war alles sehr spannend und auch richtig anstrengend. Aber ehrlich: Ohne die Hilfe der Praktiker hätten wir das kaum geschafft“, resümiert Leiterin Vertrieb Sina Zeißig.

Natürlich gehörten auch Abwasch und Küchenreinigung zum Praxisworkshop. Am Ende, konnten die Küchenkräfte auf Zeit stolz feststellen, hatten sie alle Aufträge abgearbeitet. Mit der selbstkritischen Anmerkung, dass einige der Rouladen recht dunkel geraten waren.
Und gelernt haben die Vertriebsmitarbeiter bei diesem Workshop einiges: dass Küchenarbeit viel Mitdenken erfordert, eine funktionierende Logistik, ein System im Kopf jedes Einzelnen und vor allem genaues Timing, damit Handgriffe nicht unnötig ausgeführt werden, Küchengeräte zeitlich gut ausgenutzt und die eigenen Kräfte optimal eingesetzt werden können. Der Praxistest wurde von einigen wie eine Sporteinheit eingeschätzt und hatte sie am Ende richtig ausgepowert. Die Wertschätzung für die tägliche Leistung der Mitarbeiter in den Produktionsküchen ist bei allen nochmals gestiegen. Denn – das als bedenkenswerte Anmerkung – elf Ungeübte hatten an diesem Abend in Borna die Arbeit übernommen, die sonst von drei Fachkräften der Produktionsküche in kürzerer Zeit erledigt wird. Gelernt ist eben gelernt.

Besser zu zweit: Frau Ens und Herr Weiske halten den Kessel unter Dampf. (Foto: RWS)

Nicht nur Pürieren fordert auch richtig Kraft. (Foto: RWS)


Quelle: https://rws-gruppe.de/wenn-der-vertrieb-kocht/ | Datum: 2019-07-16 05:12:43