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Seit 25 Jahren mit Elan, Kommunikationsfreude und Phantasie dabei

Am 16. Mai 2019 ist es genau 25 Jahre her, dass Elvira Schmidt, gelernte Köchin und heutige Bereichsleiterin der RWS Cateringservice GmbH in Torgau, zum Dienstleister RWS wechselte. Frau Schmidt leitete damals die beiden Küchen der Kindereinrichtungen „Biene Maja“ und „Schwalbennest“ und war zuvor bei der Stadt angestellt. Gemeinsam mit der späteren Geschäftsführerin Christine Biermann baute sie den betrieblichen Teil des neuen Cateringzweigs wesentlich mit auf, der das Leistungsspektrum des damaligen Gebäudedienstleisters RWS erweiterte.

Bei der Firmenpräsentation des RWS Cateringservice-Teams in Dresden 1999 sind Elvira Schmidt (1. Reihe, Mitte) und Christdore Grünert (1. Reihe rechts) auch schon ganz vorn mit dabei. (Foto: RWS)

Gemeinsam mit der späteren Geschäftsführerin Christine Biermann baute sie den betrieblichen Teil des neuen Cateringzweigs wesentlich mit auf, der das Leistungsspektrum des damaligen Gebäudedienstleisters RWS erweiterte. Größer und neu denken war seinerzeit eine Aufgabe, der sich Elvira Schmidt mit Elan und Kreativität stellte. Ein Konzept zu entwickeln, wie von den beiden Kita-Küchen aus andere Kunden in der Region mitbeliefert werden könnten, war eine erste Herausforderung. Viele weitere folgten. Bald übernahm Elvira Schmidt umfassendere Leitungsaufgaben, war federführend beteiligt, neue RWS-Küchenprojekten auch in anderen Bundesländern an den Start zu bringen. Letztlich blieb sie jedoch der Torgauer Region treu.

Aktuell verantwortet Frau Schmidt einen Bereich, der sich von Eilenburg über Torgau, Schwarzheide und Senftenberg bis Cottbus erstreckt. Dabei trägt sie die Verantwortung für über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in acht Produktionsküchen und dem Torgauer Büro. Alle Küchen stellen sich unterschiedlichen Herausforderungen und bedienen verschiedene Kundensegmente. Die Funktion einer Bereichsleiterin bei RWS auszufüllen bedeutet, in allen Belangen die Interessen der Kunden im Blick zu haben, die ihr anvertrauten Mitarbeiter umfassend zu betreuen und nicht zuletzt unternehmerisch zu denken.

Christdore Grünert, beim RWS Cateringservice für Projektentwicklung und Einkauf zuständig, kennt Frau Schmidt seit fast zweieinhalb Jahrzehnten. Wir fragten bei ihr nach:

Frau Grünert, Sie sind Elvira Schmidt als Küchenleiterin der beiden Torgauer Kita-Küchen nachgefolgt, als sie die Bereichsleitung für den Cateringbetrieb bei RWS neu übernahm. Das war 1996. Sie wurden von Ihrer Vorgängerin genau eingewiesen?

Ich habe ein wohlbestelltes Feld übernommen. Frau Schmidt hatte die beiden Produktionsküchen sehr gut im Griff. Jeden Morgen um Acht ging sie von ihrem Büro in der „Biene Maja“ hinüber zum „Schwalbennest“, um dort die Abläufe zu koordinieren, Absprachen zu treffen. Das war eine eingespielte Sache. Die RWS-typischen Standards, die sie als Küchenleiterin selbst mit gesetzt hatte, waren in diesen beiden Küchen voll durchgesetzt, die Teams gut aufeinander eingespielt. Dann kam ich als „Neue“ – ich war damals gerade 30 Jahre alt – und hatte plötzlich das Sagen über 26 Mitarbeiter, darunter Köche mit vielen Jahren mehr Berufserfahrung. Frau Schmidt hat mir Mut gemacht: Sie schaffen das!, hat sie gesagt und mich in 14 Tagen Einarbeitung so gut wie möglich für die vielen neuen Herausforderungen fit gemacht. Das geschah von ihrer Seite super vorbereitet und strukturiert, wie wir es bis heute von Frau Schmidt kennen. Sie hat mir in kurzer Zeit sehr viel vermittelt. Da sie das neue Büro weiterhin in Torgau hatte, war sie für mich ja nicht aus der Welt. Mit Fragen konnte ich immer kommen. Als Bereichsleiterin hat sie in den RWS-Küchen regelmäßige Termine wahrgenommen, doch gab es dabei nicht vorrangig Kontrolle – die muss freilich sein – sondern auch immer gute Tipps.

Was stand denn damals auf dem „Schulungsprogramm“ vor der Übergabe?

Ich erinnere mich zum Beispiel, dass im Büro eine Schreibmaschine stand, auf der Frau Schmidt mit angelerntem 10-Finger-System die Speisepläne selbst getippt, mit einem netten Bildchen versehen, dann kopiert und in die Einrichtungen verteilt hat. Mit Maschineschreiben hatte ich bis dahin nie zu tun. Ich hab‘s mir dann auch angenommen und noch etliche Zeit genauso gemacht, bis diese Art Speiseplanfertigung technisch überholt war. Zum Glück.
Ach ja, ganz am Ende der Einweisung erhielt ich von Frau Schmidt noch genaue Hinweise zur Pflege der Zierfische und der sehr behüteten Grünpflanze im Büro. Das kleine Aquarium hatte ihr wohl die eine oder andere entspannte Minute beschert.

Und Ihnen?

Dafür hatte ich leider gar kein Händchen. Ich habe mich wohl bemüht, aber das Aquarium war nach einer Weile immer fischfrei, und der Pflanze ging es nicht gut. Dreimal habe ich in der Zoohandlung Fische nachgekauft, damit Frau Schmidt bei ihren angesagten Terminen nicht enttäuscht wurde. Die Reste der Ranken habe ich irgendwie so geschlungen, dass sie noch einigermaßen aussahen. Ich wollte ja das gesamte Erbe weiter ordentlich verwalten. Als Frau Schmidt irgendwann einmal unangemeldet auftauchte, ist die Sache aufgeflogen. Wir lachen heute noch manchmal darüber.

Frau Schmidt hatte von da an vorrangig mit der Einrichtung und Einarbeitung neuer RWS-Küchen zu tun. Die Zahl wuchs in dieser Zeit schnell und als Bereichsleiterin war sie immer an Ort und Stelle dabei?

Ja. Es gab viele Anforderungen zu meistern. Wenn es sich um eine völlig neue Küche handelte, mussten optimale Produktionsabläufe schon in die Bauplanung „hineingedacht“ werden. Wurden bestehende Objekte von RWS übernommen, ging es darum, sie auf RWS-Standard einzurichten – also optimale Abläufe, Wege und Produktionszeiten zu schaffen, damit die Versorgung in der gewünschten Qualität gesichert werden konnte. Gemeinsam mit der Geschäftsführung musste über Investitionen in neue Küchentechnik oder Umbauten entschieden werden. Aber es galt auch, das geeignete Personal zu finden und zu schulen. Häufig wurden damals bereits in den Küchen tätige Beschäftigte von RWS übernommen. So eine neu übernommene Küche „einzuarbeiten“ war jedes Mal ein ziemlicher Kraftakt. Neben den konkreten Bedingungen vor Ort galt es vor allem die Wünsche der Kunden zu beachten. Entscheidend ist: Was steht im Leistungsverzeichnis? Und da macht es schon einen Unterschied, ob in Seniorenpflegeheimen auch püriertes Essen angeboten werden soll, ob Mahlzeiten auf Teller portioniert werden oder die Gerichte in Wärmewagen auf die Etagen gebracht und dort ausgegeben werden. All diese Dinge musste Frau Schmidt vorausschauend im Blick haben. Sie war offen für Wünsche, aber auch standfest und ließ sich nicht irritieren, wenn Mitarbeiter ihren alten Stiefel weiterfahren wollten, weil man „das schon immer so gemacht“ habe. Da war und ist Überzeugungsarbeit und Motivation in jeder Hinsicht gefragt. Frau Schmidt konnte aufgrund ihrer Praxiserfahrung und Menschenkenntnis mit jedem gut reden. Inzwischen ist das mit den Personalfragen noch viel schwieriger geworden, Fachkräfte sind kaum noch zu finden.

Elvira Schmidt hat selbst erzählt, dass es mitunter zu wirklich brenzligen Situationen gekommen ist, etwa als der Auftrag für das erste Seniorenheim übernommen wurde, der Kunde ein Tablettsystem zur Verpflegung der Bewohner wünschte, womit bei RWS niemand Erfahrung hatte. Selbst der Coach des Küchenausstatters soll in der Testphase mitunter verzweifelt sein. Ähnlich war es wohl, als erstmals in einer Betriebskantine kassiert werden und die Kassen programmiert werden mussten. Überall war Elvira Schmidt dabei, stets ging es turbulent zu, doch am Ende gut aus?

Frau Schmidt denkt und sieht immer nach vorn, sie kann Dinge vorwärtstreiben und die Menschen mitnehmen. Das ist eine Eigenschaft, die sie einfach auszeichnet. Dabei bezieht sie stets unsere Kunden ein, kann sich in deren Vorstellungen und Bedingungen gut einfühlen. Kundenzufriedenheit ist das A und O. Sie nimmt aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit, für die immer vieles neu ist. Ihnen den Dienstleistungsgedanken so nahezubringen, dass sie ihn selbst verinnerlichen, das kann Frau Schmidt. Genauso gut kann sie dann auch die Zügel lockerer lassen, wenn ein Team gut arbeitet, sie setzt auf Eigeninitiative und vertraut anderen. Das ist genau die Mischung, die für Personalführung nötig ist. So kommt ein Klima zustande, wo die Stärken jedes Einzelnen durch den Zusammenhalt noch aufgewertet werden.

Frau Schmidt hat sich auch als Köchin immer wieder neu als absolute Fachfrau bewiesen?

Unbedingt. Sie ist da sehr kreativ und nutzt ihre Phantasie, arbeitet mit sehr viel Liebe. Davon haben wir schon oft bei Präsentationen profitiert, bei der Gestaltung von speziellen Buffets und Veranstaltungen. Die waren einfach „anders“, haben unsere Kunden in Erstaunen versetzt und begeistert. Und wir vom Fach haben sofort gewusst: Das passt zu Schmidti. Das hat das gewisse Etwas.

Interessant wäre auch zu erfahren, wie viele Kilometer Frau Schmidt im RWS-Auftrag in den vielen Jahren zwischen den einzelnen Küchen unterwegs war? Zuerst mit einem VW Fox als Dienstwagen?

Das hat wohl niemand genau dokumentiert, sicher dürfte da eine beträchtliche Strecke zusammenkommen. Doch wenn wir bei Zahlen sind: Frau Schmidts Aufgabe ist es, dass der Monatsabschluss der Küchen vollständig und pünktlich in der Buchhaltung vorliegt. Im Vergleich zu den Torgauer Anfängen sind diese Summen mittlerweile beträchtlich gewachsen.

25 Jahre sind eine lange Zeit, ein RWS Cateringservice ohne Elvira Schmidt ist kaum denkbar?

Wir ziehen das weiter durch. Ich kann mir für sie auch in den nächsten Jahren gar nichts anderes vorstellen. Frau Schmidt übernimmt vielfältige Aufgaben für das gesamte Unternehmen, ob als Mitglied des HACCP–Teams, das sich um die Einhaltung der Hygienevorschriften kümmert, als Mitarbeiterin der RWS–Akademie, also in der Weiterbildung, oder in der Projektgruppe Fit für die Zukunft. Sie bringt Ihre Erfahrungen ein, verschließt sich auch Neuem nicht. So kann es weiter gehen. Das Herumwirbeln hält ja auch frisch…

Elvira Schmidt (rechts) und Christina Lopp in der Küche des Altenpflegeheims Doberlug-Kirchhain 1996 (Foto: RWS)

Gute Laune verbreitet Elvira Schmidt (Mitte) in der Cafeteria bei den Senioren in Doberlug-Kirchhain (Foto: RWS).


Quelle: https://rws-gruppe.de/seit-25-jahren-mit-elan-kommunikationsfreude-und-phantasie-dabei/ | Datum: 2019-07-16 05:12:53